Die wenigen Merkmale des abstrakten Betonzylinders, in dem wir uns zu Beginn wiederfinden, lassen sofort erkennen, um was für einen Ort es sich hier handelt: Offenbar stehen wir vor Gericht. Im Laufe der Verhandlung, die wir nun beobachten, wird deutlich, dass unsere Protagonistin, die Tänzerin Ms Q, hier das Recht an ihrem eigenen Körper verteidigt, der nach einem Unfall fast vollständig durch Prothesen ersetzt wurde.
Bei der Übersetzung der von Stanislav Lem inspirierten Geschichte in eine VR-Arbeit wurde uns schnell bewusst, dass uns die Innenperspektive der Hauptfigur und ihre Vergangenheit genauso wichtig waren, wie die satirisch überspitzte Situation des Gerichtsaals und die darin verhandelten Motive der Science-Fiction. So ergab sich die Idee, den virtuellen Raum aufzuteilen, in den frei begehbaren, dreidimensionalen Gerichtssaal, und Ms Qs ‚Innenwelt‘, die als zweidimensionaler 360-Grad-Film in einer Blase um uns erscheint, und den Gerichtssaal verschwinden lässt, sobald wir ihre Position auf der Anklagebank einnehmen.
Ms Qs fragmentarisch erhaltene Erinnerungen setzte ich in einer kubistischen Collage unterschiedlicher Materialien zusammen, die wir größtenteils eigens für das Projekt produzierten, und baute dabei die Ästhetik des Films auf den literarischen und filmischen Vorbildern der Installation auf.
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eingeladen zu
Enjoy Complexity 2018
Places Festival 2018 -
fürStoryLab kiU
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Künstlerische LeitungHarald Opel
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BuchTobias Bieseke
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KonzeptTobias Bieseke
Lennart Oberscheidt
Max Walter
David Wesemann -
Programmierung
Design VRLennart Oberscheidt -
Animation (2d)
CompositingDavid Wesemann -
SounddesignMax Walter