David Wesemann Text + Film

The Rescue
, Kurzspielfilm
, 2014
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BA, Fachhochschule Dortmund | Produktion, Regie, Buch

Schon auf den ersten Seiten der Kurzgeschichte mit dem sperrigen Titel ‚Zum Glück Verstand sich der Vertriebsrepräsentant auf HLW‘, hatte mich die Sogwirkung von David Foster Wallace’ Sprache erfasst, und ließ danach nicht wieder los. Zu der Zeit verglich ein Rezensent im Radio die ausgefeilte Konstruktion seiner Sätze mit der Präzision eines Formel-1-Autos, die beim Lesen eine ebenso hohe Konzentration erfordert.

Das eigentümliche an dieser Sprache ist, dass sie einerseits ihren Reiz aus der Übersetzung der minutiösen Beschreibungen in vorgestellte Situationen, Handlungen und Details zieht, die sich aber im Laufe dieses Prozesses zu einer szenischen, sogar cinematischen, Qualität verselbstständigen, die die literarische Komponente wieder in den Hintergrund rückt. Ich war neugierig, ob man den gleichen Effekt auch aus der anderen Richtung, mit den Mitteln der Filmsprache bewirken kann, sodass sich die Bilder der Adaption während des Schauens unterschwellig in eine sprachlich vermittelte Handlung zurückübersetzen würden. Deshalb enthält die Adaption der Kurzgeschichte keinen einzigen gesprochenen Satz. Einzig der Schriftzug auf den Scheidungspapieren des Protagonisten, sowie seine verzweifelten Hilferufe aus der Tiefgarage des Bürogebäudes blieben im Film aus dem Originaltext erhalten.

  • BA, Fachhochschule Dortmund
  • nominiert für
    Peer Raben Music Award
    SoundTrack Cologne 12
  • mit
    Christoph Jöde
    Jennifer Frank
    Andreas Beck
    Frank Voß
    Magdalena Stengel
  • nach einer Kurzgeschichte von
    David Foster Wallace
  • Produktion
    Regie
    Buch
    David Wesemann
  • Kamera
    Maren Heyn
  • Schnitt
    David Wesemann
    Benjamin Lenz
  • Sounddesign
    Mischung
    Max Walter
  • Musik
    Pierce Black
    Max Walter