Schon auf den ersten Seiten der Kurzgeschichte mit dem sperrigen Titel ‚Zum Glück Verstand sich der Vertriebsrepräsentant auf HLW‘, hatte mich die Sogwirkung von David Foster Wallace’ Sprache erfasst, und ließ danach nicht wieder los. Zu der Zeit verglich ein Rezensent im Radio die ausgefeilte Konstruktion seiner Sätze mit der Präzision eines Formel-1-Autos, die beim Lesen eine ebenso hohe Konzentration erfordert.
Das eigentümliche an dieser Sprache ist, dass sie einerseits ihren Reiz aus der Übersetzung der minutiösen Beschreibungen in vorgestellte Situationen, Handlungen und Details zieht, die sich aber im Laufe dieses Prozesses zu einer szenischen, sogar cinematischen, Qualität verselbstständigen, die die literarische Komponente wieder in den Hintergrund rückt. Ich war neugierig, ob man den gleichen Effekt auch aus der anderen Richtung, mit den Mitteln der Filmsprache bewirken kann, sodass sich die Bilder der Adaption während des Schauens unterschwellig in eine sprachlich vermittelte Handlung zurückübersetzen würden. Deshalb enthält die Adaption der Kurzgeschichte keinen einzigen gesprochenen Satz. Einzig der Schriftzug auf den Scheidungspapieren des Protagonisten, sowie seine verzweifelten Hilferufe aus der Tiefgarage des Bürogebäudes blieben im Film aus dem Originaltext erhalten.
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BA, Fachhochschule Dortmund
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nominiert für
Peer Raben Music Award
SoundTrack Cologne 12 -
mitChristoph Jöde
Jennifer Frank
Andreas Beck
Frank Voß
Magdalena Stengel
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nach einer Kurzgeschichte vonDavid Foster Wallace
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Produktion
Regie
BuchDavid Wesemann -
KameraMaren Heyn
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SchnittDavid Wesemann
Benjamin Lenz -
Sounddesign
MischungMax Walter -
MusikPierce Black
Max Walter